Die heilende Kraft der Papayakerne

Papayasamen entgiften, heilen, verhüten und bekämpfen Mundgeruch

Sie werden aus der Papaya gewonnen, sie sind die kleinen schwarzen Samen dieser Tropenfrucht. Noch ist nicht jedem bekannt, wie viele gesundheitliche Vorteile die köstliche Frucht bietet, obwohl ihre positiven Wirkungen schon längst erwiesen sind. Leider landen die wertvollen Kerne der Papaya nur allzu oft im Müll. Doch dies ist einfach viel zu schade!

Für uns ist die Papaya meist nur eine exotische Frucht aus dem Supermarkt. Doch wird sie in vielen Kulturen wegen ihrer heilenden und gesundheitsfördernden Wirkung als Heilpflanze verehrt und in alten chinesischen Medizinbüchern sogar als „Frucht des langen Lebens“ bezeichnet.

Wegen ihrer besonderen Wirkstoff-Kombination sind besonders die Papayakerne, also die kleinen schwarzen Samen der Tropenfrucht, interessant. Doch gerade diese wertvollen Kerne landen hierzulande leider allzu oft im Müll, weil bisher zu wenig über die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile der Papayasamen bekannt ist.

Besonderheiten, Herkunft und Anbau der Papaya

Die Papaya gehört zu den Melonenbaumgewächsen, daher hat sie gewisse Ähnlichkeiten mit einer Melone, jedoch einen ganz anderen Geschmack. Papayas werden zwischen 15 und 45 cm lang, zwischen 10 und 30 cm im Durchmesser und können bis 6 kg wiegen.

Das, was wir bei uns im Supermarkt bekommen, sind also lediglich die kleinen „Baby-Papayas“.

Vor der Entdeckung Amerikas war die Papaya nur in Mittelamerika, vor allem in Mexiko, verbreitet. Mittlerweile werden die Früchte überall in den Tropen und Subtropen angebaut. Die Früchte, wie auch die Papayakerne, können von Kleinbauern, Plantagen oder aus Wildwuchs herkommen. Papayakerne werden vor allem in großen Mengen aus Südamerika, den Philippinnen, Malaysia, Hawaii und China nach Europa importiert.

Ob als Lebensmittel (Frucht), Heilmittel oder Verhütungsmittel (Samenkerne), die Papaya ist vielseitig einsetzbar: Unreif noch grün oder ausgereift, ob Schale, Fruchtfleisch oder Kerne – so hat die Papaya von „Kopf bis Fuß“ und in allen Zuständen eine besondere Wirkstoff-Kombination zu bieten. Es liegt nahe, dass auch schon Christoph Kolumbus von der besonderen Wirkung der Papaya wusste und sie daher als „Frucht der Engel“ bezeichnete.

Einkaufstipp:

Papayas werden üblicher Weise im halbreifen Zustand geerntet, sobald sich ihre Schale leicht gelb-grün verfärbt hat. Solch eine Papaya kann ruhig noch einige Tage bei Zimmertemperatur nachreifen, bevor sie verzehrt wird. Eine richtig reife Frucht zeigt sich auffällig durch ihre gelb-orangene Farbe. Diese Früchte reagieren auf schwachen Fingerdruck und geben leicht nach. Jetzt sollte sie möglichst schnell verzehrt werden. Hingegen solltest Du komplett grüne Papayas meiden, denn diese wurden zu früh geerntet und können nicht mehr nachreifen.

Vorkommen von Papain und anderen Inhaltsstoffen

Das Fruchtfleisch einer reifen Papaya ist köstlich und enthält besonders viel Vitamin C. Allein eine Frucht enthält mehr Vitamin C, als der Körper pro Tag benötigt. Weitere Inhaltsstoffe sind u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Provitamin A, Phosphor und Natrium. Auch enthält sie viel Carotin. Das Enzym Papain befindet sich in relativ hoher Konzentration in den Kernen der reifen Papaya und in der Schale von noch grünen, unreifen Früchten. Doch vor allem sind es die Samenkerne der reifen Papaya, die diese Frucht als Heilmittel so extrem wertvoll machen.

Papayakerne enthalten neben eiweiß- und fett-spaltenden Enzymen wie z.B. Papain, auch viele Vital- und Ballaststoffe, sowie verschiedene Senföle.

Gerade die Papain ist ein bedeutendes Enzym, welches für viele wichtige Reaktionen im Körper verantwortlich ist, u.a. für Atmung, Wachstum und Reizweiterleitung der Nerven. Besonders wichtig ist Papain aber auch bei der Eiweißverdauung. Darüber hinaus kann es die Gefäßinnenwände und vor Thrombose schützen, zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen, die Herzgesundheit unterstützen, Wundheilung fördern und entzündungshemmend wirken. Die meisten Papain Enzyme sind wie bereits erwähnt in der Fruchtschale von unreifen Früchten und in den Samen der reifen Frucht enthalten. Die Zubereitung und der Verzehr der Schale sind jedoch weniger gebräuchlich. Daher eignen sich die aromatischen Papayasamen am besten, um positive Wirkungen zu erzielen.

Die unreife Papaya ist dabei übrigens die einzige unreife Frucht, die den pH-Wert des Körpers basisch ausgleicht, während viele Krankheiten nur in einem sauren Milieu gedeihen können.  Beispiele für die Verwendung von unreifen Papayas sind unter anderem Papaya-Chutneys, Currys, Salsa sowie Som Tam, ein Salat aus der thailändischen Küche.

positive Wirkungen

Die getrockneten Papayakerne sind dunkelbraun und haben eine feste Struktur. Auch als „Pfeffer der Inkas“ bezeichnet, besitzen sie einen kräftigen, sehr würzigen Geschmack, der tatsächlich ein wenig an Pfeffer, Kresse oder Senf erinnert. Dadurch eignen sich die gesunden und aromatischen Kerne hervorragend zum Würzen von Speisen.

Zusätzlich entwickelt sich beim Kauen ein angenehmer, leicht pfeffriger Geschmack, der für frischen Atem sorgt. Ihre Wirkung ist vielmehr sehr spezifisch und vielseitig.

Doch die Kerne eignen sich nicht nur hervorragend zum Würzen. Papayakerne bekämpfen, besser als so manche schulmedizinischen Anti-Wurmmittel, nachweislich Darmparasiten, bieten darüber hinaus Schutz vor neuen Parasiten und stärken allgemein das Immunsystem. Sie sind sogar als natürliche „Darmputzer“ und als Fettverbrenner bei einigen Naturvölkern bekannt. Die Kerne räumen im Darm mit Fäulnisprozessen auf, lösen abgelagerte Fette aus dem Körper, führen sie der Leber zur Verbrennung zu und helfen dem Darmmilieu sich zu regenerieren, wodurch ein spürbares Wohlgefühl im ganzen Körper entsteht.

Das in den Kernen enthaltene Enzym Papain wird in der Alternativmedizin sowie in alternativ-medizinischen Präparaten vor allem im Zusammenhang mit entzündlichen Krankheiten eingesetzt, da es die Gefäßinnenwände sauber hält sowie entzündungshemmend wirkt. Daher kann es ebenfalls zur Prävention von Thrombose genutzt werden.

Bei regelmäßigem Verzehr sollen Papayafrüchte das Leber und Nervensystem stärken, die Stimmung aufhellen, den Haarwuchs anregen, Muskeln, Nerven und Zellen regeneriere, und sogar die Libido aktivieren.

„Papaya vitalisiert die Zellen und wirkt auf sie wie der lang ersehnte Regen auf ein ausgetrocknetes Stück Land. Man brauche weniger Schlaf, fühle sich geistig wacher, insgesamt besser gelaunt und schon am frühen Morgen beträchtlich fitter!“, zitiert Barbara Simonsohn in ihrem Buch „Papaya. Heilen mit der Wunderfrucht“ einen Arzt.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Papayasamen helfen dem Immunsystem und aktivieren Killerzellen.Papayakernen aktivieren Killerzellen und können das Immunsystem stärken

Bereits im Jahr 2003 zeigte eine Studie der University of the Philippines, dass Papayasamen die Produktion von Killerzellen in unserem Körper erhöhen. Die sogenannten Killerzellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind Teil unseres Immunsystems. Bei einer bakteriellen oder viralen Erkrankung schickt das Immunsystem die Killerzellen an den Ort der Infektion, um die Eindringlinge effektiv zu bekämpfen.

Die von Krankheitserregern befallenen Zellen werden von den Killerzellen erkannt und eliminiert. Daher sind Papayakerne sehr wichtig für die Stärkung unseres Immunsystems. Je gestärkter Dein Immunsystem ist, desto schneller kannst Du wieder gesund werden. Anders als bei schulmedizinischen Anti-Parasiten-Medikamenten, musst Du keine Nebenwirkungen wie Bauchweh, Blähungen, Durchfall und Kopfschmerzen befürchten.

Papayakerne sorgen für eine bessere Darmfunktion

Papayasamen wirken sich dank des hohen Anteils an antiparasitischen Enzymen positiv auf die Darmgesundheit aus. So hat das Enzyme Carpain, ein anthelminthisches Alkaloid, eine hervorragende Wirkung z.B. gegen Darmparasiten.

Anwendung: Die getrockneten Samen mahlen und ein Teelöffel des Pulvers in ein wenig Wasser zum Kochen bringen. Das heiße Getränk (optional mit Honig mischen) zwei bis drei Mal täglich einnehmen.

Papayakerne können gegen Parasitenbefall helfen

Bei Erwachsenen und besonders bei Kindern kommt trotz unserer heutigen „hygienischen Welt“ immer wieder ein Befall mit Parasiten im Darm vor. Die meisten dieser Schädlinge sind nicht einmal zu sehen und viele Menschen ahnen nichts davon.

Es gibt aber auch deutlich sichtbare Parasiten, wie die Madenwürmer, welche einen unangenehmen Juckreiz im Analbereich verursachen.

Du kannst sie ebenfalls deutlich im Stuhl oder bei Deinen Kindern in der Wäsche sehen. Wenn ein Familienmitglied einmal diese Würmer bekommen hat, ist es nicht selten, dass sich die ganze Familie ansteckt.

Um diese wieder loszuwerden, braucht es keine Chemiekeule. In diesem Fall können auch Papayakerne helfen. Zudem kannst Du sie auch vorsorglich gegen einen Parasitenbefall einnehmen. Regelmäßig verzehrt können sie Dich vor einem Befall oder einer Ansteckung bewahren. Doch nicht nur das, Sie erhöhen zudem noch Deine Abwehrkraft und das Risiko von Nebenwirkungen bleibt Dir ebenfalls erspart.

Bereits 1959 wurde in Indien eine breit angelegte Studie veröffentlicht, bei der die Ärzte des M.Y. Hospital 1.700 mit Würmern befallene Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren mit Hilfe von Papayakernen nachweislich erfolgreich heilen konnten. Dabei handelte es sich um Rund-, Faden- und Madenwürmer. Eine ähnliche Studie wurde mit 60 wurmbefallenen Kindern in Nigeria im Jahr 2007 durchgeführt. Ihre erfolgreichen Resultate bezüglich der parasitenfeindlichen Wirkung von Papayakernen wurden anschließend im Journal of Medicinal Food 2007 bekanntgegeben. Das Ergebnis zeigte, dass durch die Einnahme des Extrakts aus getrockneten Papayakernen und Honig, sagenhafte 71,4 bis 100 Prozent der Parasiten eliminiert werden konnten.

Anders als bei chemischen Mitteln traten mit dieser Methode keine Nebenwirkungen auf. Als Referenz zur Wirksamkeit von Papayasamen wurde zudem eine Gruppe von befallenen Kindern mit einem Placebo versorgt, bei der die Anzahl der Parasiten gar nicht, bzw. höchstens um 15,4 Prozent zurückgingen.

Papayakerne können bakteriellen Infektionen vorbeugen

Im Jahr 2008 stellte sich die University of Gondar in Äthiopien die Frage, ob und welche antibakteriellen Eigenschaften Papayakerne mit sich bringen. Dabei stellte sich heraus, dass die Wirkstoffe der Papayakerne gegen Bakterien wie Escherichia coli, Salmonella typhi (Erreger des Typhus), Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa eine gute Wirkung erzielen und ihr Wachstum hemmen können.

Vor allem Pseudomonas und Staphylococcus sind immer häufiger für auftretende Krankenhausinfektionen verantwortlich und oft resistent gegen Antibiotika. Dadurch können verschiedene Infektionen ausgelöst werden, u.a. Hautinfektionen, Harnwegsinfektionen, Lungenentzündungen oder auch Nabelinfektionen bei Neugeborenen.

Die Kerne der Papaya bieten eine doppelte Wirksamkeit. Sie können einerseits unerwünschte Parasiten vernichten und andererseits stärken sie das Immunsystem für den Kampf gegen seine Angreifer. Daher lohnt es sich auf alle Fälle, falls sich ein Aufenthalt im Krankenhaus nicht vermeiden lässt, ein Päckchen Papayakerne mit dabei zu haben und einige Samen zu kauen.

Papayakerne sind gut für die Regeneration Leber

In vielen Erfahrungsberichten kannst Du lesen, dass die getrockneten Kerne der Papaya eine hilfreiche Rolle bei der Regeneration und Entgiftung der Leber spielen. Es soll sogar möglich sein, mit Hilfe des Enzyms Papain eine Leberzirrhose ausheilen zu können.

Über verschiedene Umwege wird so das Wachstumshormon Somatropin produziert, welches für die Zellregeneration und Zellerneuerung in der Leber ungemein wichtig ist. Nur wenn genügend Somatropin durch den eigenen Organismus zur Verfügung gestellt wird, kann sich die Leber leichter wieder erholen.

Anwendung: Dafür ist eine Kur von einem Monat empfehlenswert, bei der Du täglich 5 bis 6 getrocknete Papayakerne, fein gemahlen, zu Dir nimmst, z.B. zusammen mit einem Glas frischem Limettensaft. Das Vitamin C des Limettensaftes verstärkt die Wirkung und hilft so effektiver Deiner Leber. Alternativ kannst Du auch mehrmals täglich 5 bis 6 Papayakerne kauen. Der Aufwand ist wirklich minimal und die Umsetzung kinderleicht. Nach dieser Kur sollte deine Lebergesundheit erheblich verbessert sein.

Papayakerne können die Nieren schützen

Die Wirkstoffe der Papayakerne wirken sich auch positiv auf die Arbeit der Nieren aus und können Niereninsuffizienz vorbeugen. Der Erhalt einer guten Nierenfunktion ist wichtig, weil die Nieren nicht so regenerationsfreudig wie die Leber sind. Auch wer bereits unter Beschwerden dieser Krankheit leidet, kann von Papayakernen profitieren.

Anwendung: Hier empfiehlt es sich täglich sieben Mal sieben Papayasamen zu kauen.

Papayakerne als pflanzliches VerhütungsmittelPapayakerne als Verhütungs-
mittel für den Mann

Bei Naturvölkern in Indien, Pakistan, Sri Lanka, Afrika und Süd-Ost-Asien werden Papayakerne von Männern erfolgreich als pflanzliches Verhütungsmittel genutzt.

Dafür soll die Einnahme von einem Löffel Papayakernen pro Tag offensichtlich ausreichen. Dies soll die Bildung von Spermien anhalten und effektiv unterdrücken.

Eine Testreihe mit männlichen Affen, die über einen langen Zeitraum mit Papayasamen gefüttert wurden, ergab, dass sich im Ejakulat der Affen keine Spermien mehr befanden. Diese effektive, natürliche und gleichzeitig nebenwirkungsfreie Verhütungsmethode für Männer würde nach 30-90 Tagen eintreten und so lange anhalten, wie die Einnahme der Dosis pro Tag nicht unterbrochen wird. Nebenwirkungen seien nachweislich nicht bekannt.

Sobald die Einnahme der Papayakerne unterbrochen, bzw. komplett „abgesetzt“ werden würde, kehre die uneingeschränkte Fruchtbarkeit nach einigen Wochen zuverlässig wieder zurück. Vielleicht könnte es auch in unserer Gesellschaft bald ein Mittel für Männer geben, welches gezielt und wohldosiert zur Verhütung eingesetzt werden kann? Immerhin ergab eine Online-Umfrage des Männermagazins „Men’s Health“ von 2014, dass viele Männer durchaus die Verhütung selbst in die Hand nehmen würden, wenn es etwas Vergleichbares wie die Pille für den Mann gäbe. Ob es eine ebenbürtige Pille für den Mann geben wird, hängt also möglicherweise von der Entwicklung eines Präparates mit Papayakernenextrakt ab.

Vorteilhafter Weise könnte künftig die Pille für den Mann auf rein pflanzlicher Basis entwickelt und hergestellt werden. Dann würde sich auch zeigen, wie hoch die Bereitschaft des heutigen Mannes dazu tatsächlich wäre. Tatsache jedoch ist, dass viele Naturvölker früher und heute mit Papayakernen sicher verhüten.

Papayakerne reduzieren überschüssiges Fett und Zucker

Papayakerne haben eine fettverbrennende Wirkung. Sie verhindern quasi, dass der Körper überflüssiges Fett und Zucker aufnimmt, die Verdauung wird angekurbelt und die Gewichtsabnahme erleichtert.

Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass Papayakerne bei der Gewichtsabnahme lediglich eine unterstützende Wirkung haben und eine gesunde Ernährung und ausreichend Sport natürlich nicht ersetzen können.

Wenn Du es ausprobieren möchtest, kannst Du einen der folgenden Tipps anwenden:

Tipp 1: 15 Tage lang jeden Morgen zwölf Papayakerne auf leeren Magen kauen und eine Tasse Grapefruit-Tee dazu trinken. Danach erst einmal 15 Tage Pause einlegen.

Tipp 2: 15 Papayakerne in ein Glas mit Grapefruitsaft geben und wie Tabletten auf leeren Magen schlucken. Der Saft unterstützt zusätzlich die Verdauung zu verbessern.

Tipp 3: Die Papayakerne zerhacken oder zermahlen und in Salaten oder Salatsaucen verwenden. Der würzige Geschmack ist leicht scharf wie Senf oder Pfeffer.

Einnahme, Dosierung und Anwendung

In der Regel werden Papayakerne oral eingenommen. Hierfür werden sie der Frucht entnommen, getrocknet und können anschließend im Ganzen roh oder als gemahlenes Pulver verzehrt werden. Alternativ kann man auch schon getrocknete Papayakerne kaufen.

Papayakerne können zu unterschiedlichen Zwecken und zur Behandlung von Beschwerden als Kur über einen bestimmten Zeitraum oder zur Prävention regelmäßig eingenommen werden. Es empfiehlt sich etwa 3-8 getrocknete Papayakerne mehrmals täglich nach dem Essen zu kauen. Optimal ist die Einnahme etwa eineinhalb bis zwei Stunden nach jeder Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit. Am besten empfiehlt sich dafür stilles Mineralwasser, so können die Kerne den Körper optimal entgiften.

Werden Präparate aus Papayakernpulver eingenommen, empfiehlt sich eine Dosis von etwa 100 mg Papain pro Tag. Auch hier sollte die Einnahme nach dem Essen mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen. Bei Bedarf kann die Dosis auch auf 500 mg täglich erhöht werden. Nach Rücksprache mit einem behandelnden Arzt, kann auch eine Dosis von bis zu 2.000 mg täglich eingenommen werden, wenn die Kerne beispielsweise als Ergänzung von therapeutischen Zwecken dienen.

Anwendungstipps:

Wenn Du die Kerne nicht pur oder in Pulverform essen magst, gibt es einige Möglichkeiten, wie Du sie besser in Deinen Alltag integrieren kannst:

1. Da die Kerne einen pfefferähnlichen Geschmack haben, kannst Du sie anstelle von Pfefferkörnern verwenden. Füll die getrockneten Kerne einfach in eine Pfeffermühle und würz Deine Speisen ab sofort mit Papayakernen statt Pfeffer. Aber Achtung: Nicht mitkochen, denn dann gehen viele der wunderbaren Wirkstoffe verloren!

2. Weitere Möglichkeit ist, sie ähnlich wie Kürbis- oder Pinienkerne über Deine Salate und andere Speisen zu streuen, denn sie geben einen würzigen Geschmack ab.

3. Du kannst die getrockneten Kerne auch fein gemahlen, in einem Glas mit frisch gepresstem Limettensaft verrühren und anschließend trinken. Das Vitamin C des Limettensaftes verstärkt die Wirkung der Papayakerne sogar noch.

Gegenanzeigen

Aus wissenschaftlicher Sicht sind bei Papayakernen keinerlei Gegenanzeigen bekannt. Es gilt jedoch die allgemeine Vorsichtsmaßnahme, dass Schwangere sowie stillende Frauen auf den Genuss der Papayakerne verzichten sollten, weil diese eine starke anti-parasitäre Eigenschaft besitzen. Der noch unzureichend entwickelte Magen-Darm-Trakt des Babys könnte empfindlich darauf reagieren.

Lagerung

Hinweis: Papayakerne sollten kühl und trocken gelagert werden!

Aufwand und Kosten

Papayakerne kosten pro 100g im Durchschnitt etwa 25 bis 35 Euro, Tendenz steigend. Der recht hohe Preis resultiert aus der sehr aufwendigen Gewinnung der so wertvollen Kerne. In Handarbeit werden zunächst die dunklen Kerne aus der vollreifen Papaya geschält und anschließend sorgfältig gereinigt. Da unreife Samenkerne leicht toxisch sein können, müssen diese aussortiert werden. Hierbei handelt es sich um die vereinzelt kleinen und hellen Kerne der reifen Frucht. Anschließend werden die Kerne langsam unter der Sonne oder im Dörrautomaten bei einer Temperatur unter 42 °C schonend getrocknet.

Um 100 g getrocknete Papayakerne zu gewinnen werden ca. 4 kg reife Früchte einer kernreichen Sorte benötigt. Dies entspricht etwa 10 Papayas zu je 400 g, so wie sie in deutschen Supermärkten üblicher Weise erhältlich sind. Der Preis beträgt etwa 4,00 Euro pro Stück. Das bedeutet, dass der Aufwand für 100 g getrocknete Papayakerne in eigener Herstellung schon alleine 40 Euro + Arbeitszeit und die Anschaffung eines Dörrautomaten sowie dessen Energiekosten beträgt.

Fazit

Die scharf würzigen Papayakernen haben wie Du gelesen hast, vielfältige heilende und präventive Wirkungen auf Deine Gesundheit ohne jegliche Nebenwirkungen. Beim Kauf Deiner nächsten Papaya überleg also gut, ob Du die Kerne wie gewöhnlich wegschmeißt oder vielleicht trocknest und doch mal ausprobierst. Wenn Dir das zu aufwendig ist, kannst Du die Kerne natürlich auch bequem bestellen.

Bitte beachte unbedingt!

Die hier zur Verfügung gestellten Informationen, Rezepte und Behandlungstipps basieren sowohl auf den verlinkten Quellen, umfangreichen Recherchen und eigenen Erfahrungen. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen und verstehen sich als Informationsquelle über Papayakerne. Bei Problemen oder Erkrankungen ersetzen sie jedoch nicht die Beratung und ggf. Behandlung eines Arztes oder eines Heilpraktikers. Wir können daher keine Haftung für mögliche Probleme übernehmen, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch von Papayakernen ergeben könnten. Vielen Dank für Dein Verständnis.

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